Für das Innovationsmagazin iBusiness wurde Kim Philip Schmidt zum Thema Künstliche Intelligenz in der Agenturbranche interviewt.
Im Fokus stand die Frage, wie KI-Agenten kreative Prozesse, Teamstrukturen und Kundenerwartungen verändern – und warum Beratungsstärke und kontextuelles Verstehen in einer zunehmend automatisierten Welt zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden.
iBusiness Thema – „Wie wahrscheinlich ist es, dass KI die Interaktiven abschafft?“
Am 6. Juni 2025 wurde ich von iBusiness, einem der führenden Fachmedien für digitale Wirtschaft und Technologie, als Experte für den Wandel der Agenturbranche durch Künstliche Intelligenz interviewt. Der Artikel „Agent/uren – Wie wahrscheinlich ist es, dass KI die Interaktiven abschafft?“ beleuchtet die Frage, ob autonome KI-Agenten künftig ganze Agenturleistungen ersetzen können – und welche Rolle strategische Beratung und kreative Empathie künftig noch spielen werden.

Im Zentrum des Fachbeitrags stand die zunehmend spürbare Verlagerung kreativer und produktiver Leistungen hin zu KI-gestützten Agentensystemen. Ich betonte dabei, dass wir uns in einer Phase befinden, in der klassische Wertschöpfung – etwa Grafik, Text, Bildbearbeitung – immer stärker automatisiert wird, während das menschliche Verständnis für Strategie, Kontext und emotionale Wirkung umso wertvoller wird. Gerade in Agenturen zeigt sich: KI kann ausführen, aber sie kann keine echte Beziehung zum Kunden aufbauen – und auch keine kreative Idee deuten, die zwischen den Zeilen entsteht.
Notice: Das eigentliche Risiko sehe ich in der schleichenden Entwertung individueller Kreativität durch eine vermeintlich universelle Automatisierung. Gerade junge Agenturen und Kreative könnten sich dazu verleiten lassen, ihre Arbeit nur noch über Tools zu definieren – und dabei die Fähigkeit verlieren, wirklich zu verstehen, was Menschen bewegt.
Die Herausforderung liegt also nicht in der Existenz von KI, sondern im verantwortungsvollen Umgang damit – besonders dort, wo Strategie, Empathie und Interpretation den entscheidenden Unterschied machen.
Meine Perspektive im Interview
Das Gespräch mit iBusiness konzentrierte sich auf die Frage, wie KI-Agenten die Arbeitsweise in Agenturen verändern und welche Leistungen künftig automatisiert oder weiterhin menschlich erbracht werden sollten. Ich konnte dabei meine praktische Erfahrung aus der Schnittstelle zwischen Marketingstrategie, digitaler Kreativität und KI-Anwendung einbringen und erläutern, welche Kompetenzen Agenturen im Zeitalter fortschreitender Automatisierung künftig stärker in den Vordergrund stellen müssen.
- Automatisierung kreativer Produktionsaufgaben – Tätigkeiten wie Grafikbearbeitung, Standard-Textproduktion oder einfache Kampagnenlayouts werden zunehmend durch spezialisierte KI-Tools ersetzt.
- Beratung als Kerndisziplin – Der eigentliche Mehrwert für Kund:innen liegt künftig in der strategischen Deutung, Konzeption und empathischen Begleitung von Projekten – Aufgaben, die KI derzeit nicht leisten kann.
- Generationenwandel und Softwarekompetenz – Junge Zielgruppen sind technikaffin und offen für KI-generierte Lösungen; die Erwartung an Agenturen verändert sich grundlegend in Richtung Effizienz und Technologieeinsatz.
- Verantwortungsvoller KI-Einsatz – Die Gefahr liegt nicht in der KI selbst, sondern in ihrer unreflektierten Anwendung. Agenturen müssen künftig bewusst entscheiden, wann Technologie dienlich ist – und wann menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar bleibt.
Abschluss und Relevanz
Dieses Thema ist für mich von zentraler Bedeutung, weil es exemplarisch zeigt, welche tiefgreifenden Auswirkungen technologische Entwicklungen wie KI-Agenten auf ganze Branchen und Berufsbilder haben – insbesondere im kreativen und beratenden Umfeld von Agenturen.
Unabhängig von technologischer Begeisterung oder unternehmerischem Kalkül sollten wir innehalten und kritisch reflektieren, wo Automatisierung sinnvoll ist – und wo sie menschliche Kompetenz, Verantwortung und Empathie nicht ersetzen darf. Kreativität, Verständnis und echte Kommunikation sind keine Algorithmen. Und ich bin überzeugt: Das ist keine romantische Vorstellung, sondern die Grundlage professioneller Arbeit mit Haltung. Gerade in Zeiten technologischen Wandels müssen wir offen darüber sprechen, was wir automatisieren – und was wir bewusst bewahren wollen.
👉 Hier geht es zum vollständigen Artikel von iBusiness.de:
Link: Agent/uren - Wie wahrscheinlich ist es, dass KI die Interaktiven abschafft?
von Sebastian Halm
Stand 06.06.2025, 11:00 Uhr
*Quelle - iBusiness.de

